SPD fordert die Benennung der neuen Geh- und Radwegbrücke zum Gedenkort

Veröffentlicht am 25.05.2011 in Bezirks-SPD

Von März bis De­zember 1933 be­fand sich in der Ge­ne­ral-​Pa­pe-​
Stra­ße das Ge­fäng­nis der SA. Über 2000 Men­schen, vor allem
po­li­ti­sche Geg­ner der NS-​Be­we­gung, wur­den hier in­haf­tiert.
Viele Häft­lin­ge wur­den miss­han­delt und ge­fol­tert. Eine von ihnen
war Her­tha Block, die in den 20er Jah­ren des 20. Jahr­hun­derts
Bi­blio­the­ka­rin in der Stadt­bü­che­rei Wil­mers­dorf war.

Als Mit­glied im Bund pro­le­ta­risch-​re­vo­lu­tio­nä­rer Schrift­stel­ler, der nach 1933 ver­such­te, den Na­tio­nal­so­zia­lis­mus mit schrift­stel­le­ri­schen Mit­teln zu be­kämp­fen, wurde sie im Juni 1933 zu­sam­men mit zwei an­de­ren Mit­strei­tern ver­haf­tet. Vor der Über­stel­lung ins Frau­en­gefäng­nis in der Bar­nim­stra­ße war sie ins­ge­samt acht Wo­chen im SA-​Ge­fäng­nis Pa­pe­stra­ße in­haf­tiert.

Im Sep­tem­ber 1936 wurde sie aus dem Öf­fent­li­chen Dienst ent­las­sen. 1936 wurde sie er­neut ver­haf­tet und zu 15 Mo­na­ten Haft wegen Hoch­ver­rats ver­ur­teilt. Ab 1945 ar­bei­te­te Her­tha Block un­er­müd­lich mit am Wie­der­auf­bau der Wil­mers­dor­fer Stadt­bi­blio­thek. 1992 hat die Ber­li­ner Ge­schichts­werk­statt e.V. die in Ver­ges­sen­heit ge­ra­te­nen Haft­kel­ler im heu­ti­gen Ge­bäu­de Wer­ner-​Voß-​Damm 54a wie­der­ent­deckt und der Be­zirk Tem­pel­hof-​Schö­ne­berg hat die For­de­rung von ehe­ma­li­gen Häft­lin­gen und ihren Nach­fah­ren, von der Ge­schichts­werk­statt, von Be­su­chern/innen und In­ter­es­sier­ten nach Ein­rich­tung einer Ge­denk­stät­te auf­ge­nom­men und un­ter­stützt. Mit Mit­teln des städ­te­bau­li­chen Pro­gramms »Stadt­um­bau West« konn­te 2010 die bau­li­che Rea­li­sie­rung des Ge­denk­or­tes um­ge­setzt wer­den.

„Eine Be­nen­nung der Brü­cke nach Her­tha Block“, so die kul­tur­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-​Frak­ti­on Me­la­nie Küh­ne­mann, „ent­spricht nicht nur der be­son­de­ren Nähe zum SA-​Ge­fäng­nis Pa­pe­stra­ße, son­dern auch der be­zirk­li­chen Ge­denk­kul­tur. Von Be­su­che­rin­nen und Be­su­chern des SA-​
Ge­fäng­nis­ses wird die Be­nen­nung nach einem Opfer des SA-​Ter­rors
ge­for­dert. Die­ser For­de­rung kom­men wir gerne nach.“

Die sym­bo­li­sche Be­nen­nung fand am 30.​ April 2011 um 13:00 Uhr vor
dem Grund­stück Ge­ne­ral-​Pa­pe-​Stra­ße 62-66 statt.

Homepage SPD Tempelhof-Schöneberg

Melanie Kühnemann-Grunow Abgeordnete Lichtenrade

 

Alle Informationen zu Ihrer Landtagsabgeordneten Melanie Kühnemann-Grunow finden Sie hier .

Unser Bezirksverordnete

 


Alle Informationen zu Ihrem Bezirksverordneten Jürgen Swobodzinski finden Sie hier .

Wir auf Facebook

facebook.com/SPD.Abteilung.Lichtenrade.Marienfelde

Twitter

Fehler bei der Abfrage von Twitter! Möglicherweise ist Twitter nicht erreichbar oder das Rate-Limit von Twitter wurde erreicht

So können Sie uns unterstützen

Wer die SPD Lichtenrade-Marienfelde unterstützen möchte kann sich natürlich jederzeit aktiv einbringen. Wir freuen uns aber auch über jeden Euro, der uns bei unserer Parteiarbeit hilft.
Wir bestreiten unsere politische Arbeit mit ehrenamtlichen Mitgliedern und deren Beiträgen. Zusätzliche Spenden fließen ausschließlich in unserer politische Arbeit. Damit finanzieren wir Veranstaltungen, Materialien, und stellen Informationen bereit, um politische Teilhabe für alle Menschen in Lichtenrade und Marienfelde zu ermöglichen.

Spenden können auf das Konto
SPD-LV Berlin, Abteilung Lichtenrade
IBAN: DE52 1009 0000 2454 2380 04
BIC: BEVODEBBXXX

bei Angabe des Namen und der Adresse wird selbstverständlich eine Spendenquittung ausgestellt.

Shariff