Die Historische Kommission lädt ein:
Zum Auftakt liest Siegfried Heimann, Vorsitzender der Historischen Kommission der Berliner SPD, aus Texten von Stephan Born, August Bebel, Anna Nemitz und Willy Brandt.
Wann: Mittwoch, 10. April um 19 Uhr
Wo: Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin
Lesung aus vier ausgewählten Autobiographien und biographischen Skizzen von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten
- 1. Stephan Born, Erinnerungen eines Achtundvierzigers. Born schuf mit der "Arbeiterverbrüderung" die erste überregionale deutsche Arbeiterpartei. In seinen Erinerungen erzählt der Setzergeselle und Sohn eines schlesischen Juden, wie er nach fünfjähriger Lehrzeit wusste, dass die Proletarier nur zusammen stark sind.
- 2. August Bebel, Aus meinem Leben. Im ersten Band seiner dreibändigen Biographie berichtet Bebel, der langjährige Vorsitzende der SPD, vom schweren Leben seiner Familie, vor allem seiner Mutter, erzählt von seiner Jugendzeit und von den Lehr- und Wanderjahren, die ihn in die Arbeiterpartei führten.
- 3. Anna Nemitz, Blätter der Erinnerung. Die Berliner Stadtälteste Anna Nemitz hatte bereits vor 1914 in sehr jungen Jahren erste Begegnngen mit der Politik, hatte Prozesse wegen Gotteslästerung und Hochverrat zu bestehen und war 1918 die einzige Frau im Charlottenburger Arbeiter- und Soldatenrat. Die langjährige Reichstagsabgeordnete gehörte 1945 in Berlin-Köpenick zu den Mitbegründern der Berliner SPD und war bis 1954 Berliner Stadtverordnete für Köpenick.
- 4. Willy Brandt, Links und frei. Den Berlinerinnen und Berlinern muss Brandts Wirken für Berlin nicht vorgestellt werden, wohl aber seine nicht leichte Jugend in Lübeck als hochbegabter, aber nichtehelich geborener Sohn einer alleinerziehenden Mutter. Er musste nicht hungern, lernte aber durch seinen Großvater, einem klassenbewussten Arbeiter, dass auch die Proletarier nicht vom Brot alleine leben.